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co2ncept plus informiert Sie immer aktuell zu den Themen Klima- / Energiepolitik, Emissionshandel und Klimastrategien.
In unserem Newsletter- bzw. in unserem Newsarchiv finden Sie alle wichtigen Berichte der letzten Jahre.
News zu folgenden Themen:
co2ncept plus auf der Carbon Expo 2010
Die Carbon Expo gilt als eines der weltweit wichtigsten Foren für Unternehmen, die am Kohlenstoffmarkt aktiv sind. Der Kohlenstoffmarkt ist das wichtigste Instrument zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen weltweit.
2010 haben vom 26. bis zum 28. Mai in Köln, 240 Aussteller die Themen Clean Development Mechanismen, Joint Implementation, Carbon Footprint und andere inovative Klimastrategien präsentiert. Über 3000 Besucher haben sich interessiert und ihre Vorstellungen, Erfahrungen und Vorhaben ausgetauscht.
co2ncept plus hat seine Mitglieder durch einen eigenen Messestand im Rahmen des Deutschen Pavillons vertreten und die "CDM Initiative Bayern" sowie das "Corporate Carbon Footprint" Projekt vorgestellt. Neben interessanten Gesprächen, konnten auch zahlreiche neue Kontakte geknüpft werden, die das Verbandsnetzwerk wertvoll erweitern.
Die Deutsche Emissionshandelssetelle hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit den Messeauftritt des Deutschen Pavillons organisiert.
Weitere Informationen zum Deutschen Pavillon können Sie dem Flyer(.pdf) oder den Websiten der Carbon Expo entnehmen.
Klimapolitik
BDI: Wirtschaft hält Klimaschutzzusagen ein
31. August 2010: Das Rheinisch-westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat am 30. August 2010 den Monitoring-Bericht über die Klimavorsorgeverpflichtung der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2009 veröffentlicht. Das RWI überwacht im Auftrag von Wirtschaft und Bundesregierung die Einhaltung der Zusagen aus der gemeinsam geschlossenen Klimavereinbarung vom 9. November 2000.
Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, äußerste sich zufrieden über das Ergtebnis des Monitoring-Berichtes. "Der neue RWI-Monitoring-Bericht 2009 beweist: Die Industrie hat ihre Verpflichtung erfüllt, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu reduzieren." sagte er in einer Pressemitteilung des BDI vom 30. August 2010.
Gleichzeitig forderte Schnappauf die Politik dazu auf, ihren Teil der Klimavereinbarung einzuhalten und die geltenden Entlastungsregeln bei der Ökosteuer beizubehalten. Der Bericht belegt, dass die an der Vereinbarung beteiligten Sektoren bis 2009 fast 184 Millionen Tonnen CO2 eingespart haben, was eine Minderung von rund 27 Prozent zum Vergleichsjahr 1990 bedeutet.
Die Pressemeldung des BDI finden Sie hier, der Monitoringbericht des RWI wird in Kürze hier zum kostenlosen Download bereit stehen.
VCI: Enttäuschung über Energiesteuer-Pläne des Bundesfinanzministerium
16. August 2010: In einer Pressemitteilung des VCI vom 12. August 2010 übt VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann scharfe Kritik an den Plänen des BMF: "Der Referentenentwurf verdient die Überschrift Sparpaket nicht. Er zielt auf eine Steuererhöhung ab, die auf Kosten der deutschen Industrie geht. Kein anderes Land belastet seine Unternehmen in vergleichbarem Maße."
"Dass die Bundesregierung die bis Ende 2012 geltende Klimaschutzvereinbarung nicht einhalten wolle, stößt beim VCI auf Unverständnis. "Wir haben unsere Zusagen aus der Klimaschutzvereinbarung eingehalten und unsere Emissionen entsprechend der Vorgaben reduziert. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich ebenfalls an ihren Teil der Vereinbarung hält und die Entlastungsregeln bei der Energiesteuer bis Ende 2012 unverändert beibehält", so Tillmann.
"Dass das Finanzministerium auf einer Anhebung der Energiesteuer für die Industrie insgesamt um 1,5 Milliarden Euro beharrt, ist für uns nicht nachvollziehbar", sagte der VCI-Hauptgeschäftsführer. Tillmann hob hervor, dass die Erhöhung der Energiesteuer keineswegs der einzige Treiber für die Energiekosten der Unternehmen sei. In den nächsten Jahren kämen zudem massive Mehrbelastungen durch den Emissionshandel und die Förderung der erneuerbaren Energien auf die Unternehmen zu. "Deutschland hat schon heute die höchsten Energiekosten in Europa. Wenn die Bundesregierung die Kostenschere noch weiter aufmacht, werden Investitionsentscheidungen der Industrie zunehmend zugunsten anderer Standorte ausfallen", sagte Tillmann.
UN: Klimaschutz-Verhandlungen in Bonn bleiben ohne Durchbruch
10. August 2010: Am Freitag, den 06. August 2010, ist die fünftägige UN-Klimakonferenz in Bonn mit mehr als 1.600 Teilnehmern zu Ende gegangen. Vier Monate vor dem Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún konnten keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden und auch im Dezember wird eine Einigung wohl schwierig werden. Weiter völlig offen blieb bei der bereits dritten großen Bonner UN-Vorbereitungskonferenz in diesem Jahr die strittige Minderung von Treibhausgasen.
Schon jetzt versuchen die mexikanischen Gastgeber und das UN-Klimasekretariat unter der neuen Leitung von Christiana Figueres die Erwartungen niedrig zu halten. Ziel ist es, ein „Paket" an Teilvereinbarungen zu erreichen, das dann als Grundlage für spätere Verhandlungen dienen soll. In Cancún werden daher wohl nur Ministerverhandlungen stattfinden und kein Treffen der Staats- und Regierungschefs.
Über 8 Monate nach den gescheiterten Verhandlungen in Kopenhagen sind Verhandlungen in Kernpunkten wie der Treibhausgas-Minderung immer noch festgefahren. Auch beim Thema geplanter Finanzhilfen für ärmere Länder konnten keine Fortschritte erzielt werden.
Weiter unklar blieb in Bonn, was für ein Abkommen für den globalen Klimaschutz angestrebt werden soll. Die Optionen reichen von einem einzigen neuen Weltklimavertrag bis zu mehreren Abkommen, wobei auch noch die rechtliche Verbindlichkeit ungeklärt ist.
Der zeitliche Druck wächst: Ende 2012 läuft die erste Phase des Kyoto-Protokolls von 1997 aus. Wie es mit dem Protokoll weitergehen soll, blieb in Bonn strittig. Vor Cancún gibt es nur noch eine offizielle UN-Vorbereitungsrunde im Oktober in chinesischen Tianjin.
Dennoch ist Fazit der Klimaverhandlungen, dass das Hauptziel, die Erarbeitung von verhandelbaren Vertragstexten auf der Grundlage der vorgelegten Arbeitspapiere der zwei bestehenden Arbeitsgruppen „Ad Hoc Working Group on Longterm Cooperative Action under the UNFCCC“ (AWG-LCA) und „Ad Hoc Working Group on Further Commitments for Annex I Parties under the Kyoto Protocol“ (AWG-KP), erreicht wurde. Beide Arbeitsgruppen konnten derartige Verhandlungstexte am Ende der Konferenz vorlegen. Diese bilden die Grundlage bei den nächsten Verhandlungen im Oktober. Positiv festzuhalten ist auch, dass es zu keinen unerwarteten Rückschlägen bei der Einzelbehandlung von Themen kam. Die derzeitigen beobachtbaren Verhandlungstaktiken deuten im Moment darauf hin, dass zuerst eine Einigung auf eher technische Regelungen und Einzelheiten angestrebt wird und dann darauf aufbauend eine politische Vereinbarung.
Erneuerbare Energien: EU-Regelung für Ökostrom soll kommen
10. August 2010: Einheitliche Regeln für die Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom sind nach EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) die Lösung für Europas Energieprobleme. Gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD) äußerte er sich am 06. August 2010 dahingehend, dass er den EU-Energieministern Anfang September vorschlagen wolle, Mindestmengen für die Abnahme von Ökostrom einzuführen. „Wir wollen eine europaweite Infrastruktur und mit deren Hilfe den Binnenmarkt beim Strom durchsetzen", sagte der Kommissar in Brüssel.
Ziel soll seiner Ansicht nach sein, CO2-freien Strom durch einen Verbund europäischer Stromnetze zu schicken, um die Klimaschutzziele für 2050 einzuhalten. Dafür sei es unerlässlich, mit der „Kleinstaaterei" in Europa aufzuhören. Bislang hat jedes EU-Mitglied eigene Regularien für die Förderung von regenerativer Energie. 18 der 27 EU-Staaten haben etwa ein System, das dem deutschen ähnelt: Eine Einspeisevergütung, die dem Anlagenbetreiber für einen mehr oder weniger langen Zeitraum garantiert wird; in Deutschland 20 Jahre. Oettinger bevorzugt dieses System, da es stabile Bedingungen für Investoren schafft. In sechs weiteren Staaten sind die Stromversorger nach einer Quotenregelung verpflichtet Ökostrom anteilig einzukaufen. Sie können dann einen möglichst günstigen Anbieter für Ökostrom finden.
Beide Systeme sind nach Ansicht der Kommission wirtschaftlich effizient, aber eine Vereinheitlichung oder ein EU-Einheitliches System sehen einige Fachleute kritisch.
Die langen Diskussionen um Kürzungen der Einspeisevergütung in Deutschland hat-ten im ersten Halbjahr 2010 zu einem Boom bei der Photovoltaik geführt. Die Kürzun-gen wurden Anfang Juli dieses Jahres von der Bundesregierung beschlossen.
Deutschland und China bauen strategische Partnerschaft aus
19. Juli 2010: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao haben sich auf eine engere Zusammenarbeit im Bereich Energie- und Umweltpolitik geeinigt. Bei den Verhandlungen ging es um Fragen von Kohleverwertung, Kreislaufwirtschaft, Energieeinsparung, Energieeffizienz, biologische Vielfalt und Schutz von Ökosystemen. Des weiteren soll eine "Deutsch-Chinesische Plattform für alternative Antriebe" gegründet werden um die Zusammenarbeit bei der Elektromobilität zu verstärken.
NRW: Rot-Grüne Koalition vereinbart CO2-Minderungen bis 2020
07. Juli 2010: Im Bereich Energie- und Klimapolitik gab es im Vorfeld die größten Diskussionen zwischen den beiden Parteien. Die Grünen lehnten Kohlekraftwerke gänzlich ab, während die SPD moderne Kohlekraftwerke bauen lassen wollte. Der Kompromiss liegt nun darin, dass es eine Reduktionsvorgabe geben wird.
Bis 2020 soll der CO2-Ausstoß um 25 Prozent gegenüber 1990 verringert werden, bis 2050 um bis zu 95 Prozent. Die Bundesregierung hatte sich im Koalitionsvertrag vom Oktober 2009 verpflichtet, bis zum Jahr 2020 den CO2-Ausstoß um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent zu senken, die EU hat eine Treibhausgasminderung bis 2020 von 30 Prozent beschlossen.
Im Koalitionsvertrag für NRW steht: „Neue fossile Kraftwerke und der Ersatz von Altanlagen dürfen nicht im Widerspruch zu den Klimaschutzzielen stehen, und die Emissionen des fossilen Kraftwerksparks müssen kontinuierlich gesenkt werden.“
Die Windenergie soll mehr gefördert werden, so dass der Anteil sich bis 2020 von derzeit 3 auf 15 Prozent an der gesamten Stromerzeugung erhöhen wird. Der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau bis 2018 wird nicht in Frage gestellt.
Beide Parteien einigten sich auch darauf, dass im Bundesrat gegen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke gestimmt werden soll.
Mehr Informationen finden Sie im Kapitel „Energie- und Klimapolitik“ der Presseinformation des Koalitionsvertrages von NRWSPD und Bündnis 90/Die Grünen NRW, das co2ncept plus Ihnen hier zur Verfügung stellt.
Deutschland: Umstellung auf Erneuerbare Energien schneller als gedacht möglich
02. Juli 2010: Eine gemeinsame Prognose des Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministeriums zeigt, dass Öko-Energien schneller als gedacht ausgebaut werden können. Die bisherige Zielsetzung von 18 Prozent bis 2020 könnte übertroffen werden.
Bis zum Jahr 2020 könnte die Bundesrepublik einen Anteil an Öko-Energie von 19,6 Prozent erreichen. Der Anteil an Öko-Strom könnte sogar von 16 Prozent auf bis zu 38,6 Prozent steigen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen sagte dazu: „Deutschland kann seine Ziele beim Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch bis 2020 sogar übertreffen". Röttgen sagte bereits im Frühjahr 2010, wenn der Öko- Stromanteil auf 40 Prozent steige, werde die Kernenergie nicht mehr gebraucht.
Die Frankfurter Rundschau kommentierte das Ergebnis der aktuellen Studie mit dem Fazit, dass nach der neuen Prognose die erneuerbaren Energien den Atomstrom rechnerisch bereits 2021 sogar überflüssig machen würden.
Die Prognosen sind für den Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien bestimmt. „Um die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, erarbeiten wir gemeinsam das Energiekonzept, das im Herbst dieses Jahres vorliegen wird“, sagte Röttgen. Mehr dazu hier.
Bonn: Klimakonferenz geht zu Ende - Keine Fortschritte erzielt
13. Juni 2010: Nach zwei Wochen endete heute am 11. Juni 2010 die UN-Klimakonferenz in Bonn. Wie schon im vergangenen Jahr in Kopenhagen oder im Frühjahr in Bonn, kam es zu keinen nennenswerten Fortschritten. Zwar liegt ein Entwurf für die nächste Verhandlungsrunde vor, jedoch wurde er nicht beschlossen und gilt auch als sehr strittig.
In dem nun vorgelegten Verhandlungstext, wird die Erfordernis von „tiefen Einschnitten“ beim globalen Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen betont. Noch in Klammern - also als Option - steht unter anderem das Langfristziel, die Erderwärmung auf 1,5 oder 2 Grad Celsius zu begrenzen. Umweltorganisationen kritisierten das Papier als unzureichend.
Zudem steht im Entwurf, dass der Höhepunkt des globalen und nationalen Treibhausgas-Ausstoßes bis 2020 erreicht werden soll. Die globalen Emissionen sollen dann bis 2050 um insgesamt mindestens 50 bis 85 Prozent (gegenüber 1990) vermindert werden. Die Industrieländer allein sollen eine erhöhte Minderung von mindestens 80 bis 95 Prozent leisten. Bis 2020 sollen die Industrieländer eine Reduzierung von 25 bis 40 Prozent erreichen, wobei das Basisjahr noch offen gelassen ist.
Im August findet in Bonn die nächste Verhandlungsrunde statt und im Oktober noch eine in Peking, bevor dann im November und Dezember der Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún stattfindet.
Rücktritt von Yvo de Boer
12. Juni 2010: Am 09. Juni 2010 hielt Yvo de Boer, seit September 2006 Leiter de UN-Klimakonferenzen, auf der heute zu Ende gegangenen UN-Klimakonferenz in Bonn, seine Abschiedsrede. Das Fazit seiner 14 Jahre im UN-Klimasekretariat fiel aber nicht optimistisch aus.
„Nach Lage der Dinge schaffen wir es nicht, den Treibhausgas-Ausstoß in den nächsten zehn Jahren aufzuhalten.“ Damit sei das Zwei-Grad-Ziel unmittelbar in Gefahr und das, obwohl im heute vorgestellten Abschlussbericht der Konferenz davon die Rede ist, das Ziel der Erhöhung der Erdwärme auf 1,5° Celsius zu begrenzen.
De Boer mahnte und gab seiner Nachfolgerin eine klare Anweisung mit ins neue Amt: „14 Jahre sind eine lange Zeit und wir haben nicht noch einmal 14 Jahre Zeit.“ Christiana Figueres, eine costaricanische Diplomatin, wird dem Niederländer ins Amt folgen. Sie wurde Mitte Mai von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon als Nachfolgerin bestimmt (co2ncept plus berichtete im Newsletter VII vom 26. Mai 2010).
Figueres stammt aus einer politisch sehr Einflussreichen Familie. Ihr Vater war dreimal Präsident von Costa Rica, ebenfalls ihr Bruder von 1994 bis 1998 und ihre Mutter, eine dänischstämmige New Yorkerin, war Botschafterin Costa Ricas in Israel. Christina Figueres selbst arbeitete zwischen 1982 und 1985 in der bundesdeutschen Botschaft der Republik Costa Ricas in Bonn. Sie ist mit dem deutschen Weltbankmanager Konrad von Ritter verheiratet.
UN-Klimakonferenz vom 31. Mai bis 11. Juni 2010
11. Juni 2010: Das erste Treffen nach dem Scheitern der UN-Weltklimakonferenz in Kopenhagen vom Dezember 2009 fand mit Vertretern von 175 Staaten vom 09. April bis zum 11. April 2010 in Bonn statt. Dabei zeigten sich unverändert tiefgreifende Meinungsunterschiede und unterschiediche Auffassungen über Architektur und Inhalt eines neuen Abkommens, so dass es zu keinem neuen Schwung in den Verhandlungen kam, wie es im Vorfeld der Konferenz erhofft wurde.
Allerdings konnte man sich auf zwei zusätzliche Treffen in der zweiten Jahreshälfte einigen. Das erste davon ist nun dass zur Zeit stattfindende in Bonn. Das zweite Treffen ist für den Herbst 2010 angesetzt, allerdings an einem noch nicht festgelegten Ort.
Für die Bonner Konferenz im Mai/Juni wurde im April ein Mandat an die Konferenzleitung erteilt, einen neuen Vertragsentwurf zu erarbeiten. Eine Einigung auf einen Zeitplan bis zum Abschluss eines neuen Abkommens mit Blick auf die UN-Klimakonferenz im Dezember 2010 in Mexiko kam nicht zustande. Die Konferenz im April liess keinerlei Fortschritte erkennen. Vielmehr häuften sich im Anschluss die Stimmen, die eine Einigung auf ein völkerrechtliches Abkommen, wenn überhaupt, erst für die übernächste UN-Weltklimakonferenz im Dezember 2011 in Südafrika annehmen mochten.
Die Bundesregierung hatte dann - gemeinsam mit Mexiko als Gastgeber - versucht, mit einem Sondertreffen vom 02. Mai bis zum 04. Mai 2010 auf dem Bonner Petersberg den festgefahrenen Klimaverhandlungen neue Impulse zu verleihen. An dem Petersberger Dialog nahmen Vertreter von 45 Staaten teil. Die angesprochenen Themen reichten von Reduktionszielen, Klimaanpassung und -bekämpfung, über Finanz- und Technologietransfer bis zur Bekämpfung der Entwaldung der Tropenwälder.
Den Schwerpunkt des informellen Austausches bildete jedoch die Vereinbarung von einzelnen praxisorientierten Projekten und Massnahmnen, die auch ohne Nachfolgeabkommen messbare Erfolge für den Klimaschutz generieren. Aus diesem Ansatz sollen sich neue Leitlinien für den Verhandlungsprozess entwickeln. Nennbare Erfolge wurden erneut nicht erzielt, jedoch haben die grössten Treibhausgasemittenten USA und China etwas konstruktivere Positionen eingenommen.
Angesichts des bisherigen Verhandlungsverlaufs seit Januar 2010 ist völlig offen, ob auf der nächsten UN-Weltklimakonferenz in Mexiko im Dezember 2010 eine politische Einigung über ein Nachfolgeabkommen erzielt werden kann. Der Ende Juni aus dem Amt scheidende Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer (co2ncept plus berichtete im Newsletter VII/2010 vom 26. Mai 2010), rechnet aber eher damit, dass es zu einem Kyoto-Nachfolgeabkommen erst beim übernächsten UNO-Klimagipefel 2011 in Südafrika kommen wird
Deutschland, die EU und Mexiko sind sich einig, dass der "Copenhagen Accord" als Verhandlungsgrundlage nicht ausreicht. Rund 70 Staaten haben bisher die Anerkennung verweigert. Andererseits haben alle wichtigen Industrie- und Schwellenländer ihn akzeptiert. Grundsätzlich wird ein Abkommen mit mehr Substanz angestrebt. Indien und China bestätigen derzeit, dass sie sich keinen verbindlichen Klimaschutzverpflichtungen unterwerfen wollen. Die USA unterstützt den Ansatz lediglich freiwilliger Klimaschutzziele der einzelnen Nationalstaaten ohne verbindlichen Charakter.
Mexiko hat im Vorfeld angekündigt, über neue Ansätze (z.B. Aufgabe des Konsensprinzips und Einführung neuer Abstimmungsmodi) und Vertragsarchitekturstrukturen (z.B. Verträge mit den größten Emittenten) nachzudenken.
Die Forderungen der Wirtschaft sind unverändert:
- internationales Klimaschutzabkommen mit verbindlichen und fairen Rahmenbedingungen
- konkrete Emissionsminderungsziele für Industriestaaten sowie Entwicklungs- und Schwellenländer
- Schaffung eines globalen Kohlenstoffmarktes
- faire finanzielle Lastenverteilung zwischen den Nationalstaaten
- klare Regelungen zum Finanz- und Technologietransfer
- Vermeidung einseitiger Belastungen der Wirtschaft
- Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen im globalen Wettbewerb
- Planungssicherheit für Unternehmen unverzichtbar für Investitions- und Strategieentscheidungen
- Schutz des geistigen Eigentums als Basis funktionierender Technologiekooperationen
COP 15: Minimalkonsens in Kopenhagen
21. Dezember 2009: Zahlreiche Entwicklungs- und Schwellenländer reagierten empört auf den Copenhagen Accord. Dieser wurde am 19. Dezember von 30 Staaten unter Führung von USA und China als unverbindliche politische Abschlusserklärung der 15. COP vorgestellt.
Die Entwicklungs- und Schwellenländer kritisierten den Entwurf des dreiseitgen Copenhagen Accords(.pdf) aber auch auf die Art und Weise der Verhandlungsführung. Ausgehend vom Inselstaat Tuvalu, der eine Festlegung auf das 1,5-Grad-Ziel forderte und die von den Industriestaaten gemachten Finanzzusagen als unzureichend zurückwies, kündigte eine Reihe von weiteren Entwicklungs- und Schwellenländern an, der politischen Abschlusserklärung nicht zustimmen zu wollen.
Die Plenumsteilnehmer einigten sich darauf, den Copenhagen Accord nicht zu beschließen, sondern lediglich zur Kenntnis zu nehmen. Jedem Staat ist es nun überlassen, sich dem Text anzuschließen oder auch nicht.
Klimastrategien
EU: Mehr Klimaschutz in der EU verkraftbar
31. August 2010: Die Klimaschutzziele der weltweit wichtigsten CO2-Emittenten reichen noch nicht aus, um die Erderwärmung auf maximal 2° Celsius zu begrenzen, so eine Studie des Umweltbundesamt (UBA) und des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Größere Anstrengungen sein jedoch nicht zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden. Die Studie zeigt, dass die Einbußen im Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei weltweitem Handel mit Emissionsrechten höchstens 0,25 Prozent im Vergleich zum Referenzwert in 2020 betragen. Reduziert die Europäische Union ihre Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 30 Prozent (statt um 20 Prozent), führte dies nur zu einer marginalen Abschwächung des BIP-Wachstums von 0,1 Prozent. Die Studie (englischer Titel, deutscher Text) können Sie hier finden.
Energiestrategie: Energieautonome Bodenseeregion möglich
11. August 2010: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird gefördert vom Verbund der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH und dem EU-Programm INTERREG, an dem auch die Schweiz beteiligt ist.
„Ein Verzicht auf fossile und nukleare Brennstoffe und eine Vollversorgung aus regenerativen Quellen ist gut möglich, wenn wir das Energieerzeugungspotential der Region intern und extern vernetzen und mit Effizienz und Methoden der Verbrauchsreduktion kombinieren. Was uns neben den technischen Kapazitäten noch stärker beschäftigt, sind die praktischen Wege, das Konzept gesellschaftlich umzusetzen“, so der Projektleiter Prof. Peter Droege von der Hochschule Liechtenstein.
Bisherige Ergebnisse des Projektes werden im nächsten Monat der Öffentlichkeit und dem Fachpublikum vorgestellt. Am 15. September gewährt BAER, gemeinsam mit weiteren zukunftsweisenden IBH-Projekten aus dem Förderbereich Energie-Umwelt-Mobilität, einen Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten auf der Blue-Tech in Winterthur.
Am 17. September 2010 findet im Rahmen des Nachhaltigkeitskongresses LISDAR 2010 ein umfassendes BAER-Symposium in Vaduz statt.
http://www.dena.de/de/themen/thema-strom/pressemitteilungen/pressemeldung/in-vier-schritten-zum-energieeffizienten-unternehmen/
Forschung: Wissenschaftler aus Deutschland und den USA liefern neues CO2-Emissionsmodell
11. August 2010: Zielvorgabe war es, zukünftige Klimaveränderungen und CO2-Emissionenen in einem gemeinsamen Szenario zu simulieren, in der die CO2-Äquivalent-Konzentrationen in der Atmosphäre langfristig auf 450 Teile pro Millionen (ppm) stabilisiert wurden. Dies würde die globale Erwärmung auf maximal 2C über dem vorindustriellen Niveau begrenzen. Das Modell wurde in der Zeitschrift Climatic Change vorgestellt.
Nach Aussage der Wissenschaftler ist die CO2-Konzentration in der Atmosphäre durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe seit Beginn der Industriellen Revolution um ca. 35% angestiegen. Werden CO2-Emissionen und CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht gesenkt, könnte dies bis Ende 2100 zu einem erheblichen Anstieg der Temperatur auf der Erde führen.
Das Modell sagt voraus, dass die CO2-Emissionen bis zum Jahre 2015 um 3 Mrd. Tonnen Kohlenstoff auf ca. 10 Mrd. Tonnen steigen werden. Für eine langfristige Stabilisierung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre müssen die Emissionen innerhalb der nächsten 40 Jahre um 56% gesenkt werden und in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts gegen Null tangieren.
Weitere Informationen finden Sie auf www.kooperation-international.de und www.mpimet.mpg.de.
http://www.dena.de/de/themen/thema-strom/pressemitteilungen/pressemeldung/in-vier-schritten-zum-energieeffizienten-unternehmen/
Energiemanagement: dena will Unternehmen den Einstieg erleichtern
22. Juni 2010: Nur rund 20 Prozent der deutschen Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe steigern bislang gezielt und betriebsübergreifend ihre Energieeffizienz. Gleichzeitig rechnen viele Unternehmen langfristig mit steigenden Energiepreisen.
"Energiemanagement hat das Ziel, den Energieeinsatz in einem Unternehmen - vom Energieeinkauf bis hin zum Verbrauch - systematisch und dauerhaft zu senken. Es ist daher gerade für Unternehmen aus energieintensiven Branchen ein wirkungsvolles Instrument, um Kosten zu senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.", so Annegret Agricola, Bereichsleiterin bei der dena.
Das "Handbuch für betriebliches Energiemanagement" der Initiative EnergieEffizienz stellt alle relevanten Handlungsebenen dar, von der Unternehmensleitung über unterschiedliche Betriebsebenen - wie Controlling und Produktion - bis zum Energiemanager. Mit dem Online-Angebot kann der Nutzer einem Projektteam eines typischen Fertigungsbetriebs bei der Einführung eines Energiemanagements über die Schulter sehen. Die zentralen Schritte werden anschaulich dargestellt und durch weiterführende Informationen, Praxisbeispiele und Hinweise zu gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen ergänzt.
Quelle: Deutsche Energie+Agentur GmbH (dena)
Emissionshandel
Die Börse München listet als erste Börse ein ETC auf CO2
18. August 2010: Bisher konnten von den Chancen des Emissionshandels nur die Energieversorgungs- und Industrieunternehmen selbst sowie Händler und Finanzindustrie profitieren. Seit Juli 2010 können auch Privatanleger diese Chance ergreifen und an der Börse München als einziger deutschen Börse direkt in ein ETC (Exchange Traded Commodity) auf CO2 investieren. ETCs werden über die Börse gehandelt und verschaffen INvestoren den Zugang zu zahlreichen Rohstoffmärkten wie z.B. dem Gold-, Öl- oder auch Industriemetallmarkt.
Der von der EU betriebene Emissionshandel setzt unter anderem bei den Energieversorgern und Industrieunternehmen an und will den CO2-Ausstoß weltweit reduzieren. Durch das Cap & Trade-Prinzip setzt die EU eine jährliche Obergrenze der Emissionen fest und verteilt bzw. auktioniert gleichzeitig frei handelbare Zertifikate (EUA - European Union Allowances). Die Bayerische Börse ist in diesem stark wachsenden Markt seit Oktober 2009 mit dem Handelssegment greenmarket erfolgreich tätig.
Der ETC verschafft einen Zugang für Investoren in den europäischen CO2-Markt. Ausgegeben wurde das Produkt von ETF Securities, dem führenden ETC-Anbieter aus London. Das Underlying liefert die Royal Dutch Shell Group. Diese Verbindung aus Handel mit dem Wertpapier CO2 und der Ware CO2 ist so in der deutschen Börsenlandschaft einmalig. Der ETC hat eine unbefristete Laufzeit und erlaubt dem Anleger, das Portfolio mit einem sehr interessanten Produkt noch weiter zu diversifizieren und abzusichern.
Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
IWR: Wirtschaftskrise ließ CO2-Ausstoß weltweit kaum schrumpfen
16. August 2010: Insgesamt wurden im Vergleich zum Rekordjahr 2008 ungefähr 400 Millionen Tonnen weniger CO2-Emissionen ausgestoßen. Der deutliche Rückgang geht auf die weltweite Wirtschaftskrise zurück. Die Volksrepublik China steht jedoch immer noch an erster Stelle, was den CO2-Ausstoß angeht und weist sogar 9 Prozent mehr CO2-Emissionen auf als im Vorjahr.
| Staaten | 2009: CO2 in t | 2008: CO2 in t | Veränderungen zu 2008 in % | Veränderungen zu 1990 in & |
|---|---|---|---|---|
| Weltweit | 31,10 Mrd. | 31,51 Mrd. | - 1,3 % | + 37 % |
| EU-271 | 1,87 Mrd. | 2,12 Mrd. | - 12,7 % | - 33,6 % |
| USA | 5,95 Mrd. | 6,37 Mrd. | - 6,5 % | + 9 % |
| Deutschland | 0,79 Mrd. | 0,85 Mrd. | - 7 % | - 23 % |
BRIC-Staaten2 1. Brasilien2. Russland 3. Indien 4. China | 0,41 Mrd. 1,53 Mrd. 1,53 Mrd. 7,43 Mrd. | 0,44 Mrd. 1,68 Mrd. 1,39 Mrd. 6,81 Mrd. | - 6,8 % - 8,9 % + 10 % + 9,1 % | + 69 % - 35 % + 144 % + 203 % |
| Japan | 1,23 Mrd. | 1,39 Mrd. | - 11,5 % | + 4 % |
Der Studie zufolge wurden Rückgänge beim Ausstoß von CO2 in Europa (-12,7%), den USA (-6,5%), Russland (-8.9%) und Japan (-11,5%) durch deutliche Zuwächse in den asiatischen Ländern und den Staaten im Nahen Osten nahezu aufgehoben.
Die Berechnungen des IWR stützen sich auf Zahlenmaterial des Bundeswirtschaftsministeriums und Rohdaten für fossile Energien, die der Energiekonzern BP bereitgestellt hat. Die weltweiten Emissionen waren von 1999 bis 2009 jedes Jahr gewachsen. 1990 hatte der globale Ausstoß noch 22,7 Milliarden Tonnen betragen.
Mehr Informationen finden Sie hier.
1 Pressemitteilung der EU-Kommission (IP/10/578) vom 18. Mai 2010.
2 BRIC steht für die Anfangsbuchstaben der vier Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung (ca. 2,8 Mrd. Menschen) leben in den BRIC-Staaten. Ihr Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt beträgt derzeit ca. 10 Prozent.
DEHSt-Bericht: Versteigerung von Emissionsberechtigungen im zweiten Quartal 2010
12. August 2010: Seit Januar 2010 bietet die Bundesrepublik Deutschland jährlich 40 Millionen Emissionsberechtigungen (EUA) zur Versteigerung an. Die Auktionen werden in den Jahren 2010 und 2011 wöchentlich am Spot- und Terminmarkt der Leipziger Energiebörse EEX (European Energy Exchange) durchgeführt.
Zwischen April und Juni 2010 wurden insgesamt 11.310.000 Emissionsberechtigungen (EUA) im Gesamtwert von 169.900.500 Euro versteigert. Dies entspricht einem volumengewichteten Durchschnittserlös pro Berechtigung in Höhe von 15,02 Euro. Damit lag die Abweichung der Zuschlagpreise von den ebenfalls volumengewichteten Handelspreisen der Leitmärkte in London (ECX) und Paris (BlueNext) im Berichtszeitraum bei -0,9 Cent (-0,009 Euro) bzw. -0,058 Prozent. Im Einklang mit der positiven Gesamtmarktentwicklung lag der Durchschnittserlös pro Berechtigung im Berichtszeitraum 2,01 Euro bzw. 15,45 Prozent über dem entsprechenden Vorquartalswert.
Von der Gesamtversteigerungsmenge entfielen 7.410.000 Emissionsberechtigungen im Gegenwert von 111.919.500 Euro (Durchschnittspreis 15,10 Euro) auf den Terminkontrakt (MidDec2010) und 3.900.000 Emissionsberechtigungen im Gegenwert von 57.981.000 Euro (Durchschnittspreis 14,87 Euro) auf Spotmarkt-Auktionen.
Den Quartalsbericht für das 2. Quartal 2010 finden Sie hier.
Emissionshandel: Kommission erzielt Kompromiss
15. Juli 2010: In dem seit Wochen schwelenden Konflikt zwischen der Kommission und verschiedenen Mitgliedstaaten, u. a. Deutschland und Großbritannien, über die Modi der Versteigerung der Emissionszertifikate in der 3. Handelsperiode ab 2013, konnte am 14. Juli 2010 ein Kompromiss erzielt werden.
Danach erhalten die Mitgliedstaaten die Möglichkeit, nationale Versteigerungsplattformen wohl auch auf Dauer einzurichten. Unverändert wird die EU daneben eine zentrale EU-Plattform einrichten. Damit kann mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass deutsche Unternehmen in der 3. Handelsperiode, d.h. ab 2012 bzw. 2013, ihre benötigten Zertifikate in Deutschland werden ersteigern können. Eine Inanspruchnahme außerdeutscher Versteigerungsplattformen wäre dann nicht notwendig.
Versteigerungen für Zertifikate für die 3. Handelsperiode sollen bereits ab 2012 durchgeführt werden.
Die Europäische Kommission hat am 09. Juli 2010 die absolute gemeinschaftsweite Menge der Zertifikate für 2013 veröffentlicht (Art. 9 der Richtlinie 2009/29/EG vom 23. April 2009). Danach stehen in 2013 1,927 Mrd. Zertifikate zur Verfügung. Diese Zahl ist jedoch als vorläufig anzusehen, da bis zum 30. September 2010 noch Anpassungen nach verschiedenen Vorgaben vorzunehmen sind (Art. 9a der oben genannten Richtlinie).
Ab 2013 erfolgt die Zuteilung der Zertifikate via Versteigerung sowie kostenfreie Zuteilung via Benchmark und Cabon Leakage. Das Zertifikatevolumen, dass via Versteigerung zugeteilt werden wird, wird auf rd. 1 Mrd. Zertifikate geschätzt.
CDM/JI: FutureCamp Climate-Studie zu programmatischen JI-Projekten
15. Juli 2010: Das co2ncept plus-Mitglied FutureCamp Climate, eine Münchner Unternehmungsberatung, hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie einen ersten Erfahrungsbericht aus einer zwischen März und Juni 2010 erfolgten Befragung von Projektträgern sowie Programmteilnehmern aus sechs programmatischen Joint Implementation (JI) Projekten in Deutschland vorgelegt.
An diesen programmatischen Projekten wie etwa JIM.Hessen können Gewerbe- und Industrieunternehmen mit einer geplanten Umstellung auf eine Erdgas- und Biomassefeuerung zur Wärmeerzeugung teilnehmen. Das Umfrageergebnis zeigt eine durchweg positive Grundhaltung gegenüber den Programmansätzen. Die Projektträger bemängeln zwar die politische Unsicherheit hinsichtlich der Programmlaufzeit und weisen auf Probleme bei der Vermittlung von Programminhalten auf Grund deren Komplexität hin, wünschen sich aber dennoch eine Weiterentwicklung und Fortführung der Programme.
Die von FutureCamp Climate befragten Teilnehmer aus den verschiedenen laufenden programmatischen JI-Projekten bilden einen repräsentativen Querschnitt aus Privatwirtschaft und öffentlicher Hand. Sie gaben sowohl bei der Frage nach der Teilnahmemotivation als auch bei den Gründen für eine Anlagenumstellung an, dass der Klimaschutzgedanke und der finanzielle Anreiz aus den Erlösen der generierten Emissionsminderungszertifikate die wichtigste Rolle spielen - interessanterweise mit einer stärkeren Gewichtung der CO2-Einsparung. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass stabile politische Rahmenbedingungen für die Fortsetzung der programmatischen JI-Projekte, welche in erster Linie die Kontinuität und damit die finanziellen Attraktivität der Programme sicherstellen, am wichtigsten bleiben.
Um die laufenden programmatischen Emissionsminderungsprojekte zu verbessern und auch zukünftig zu ihrem vollen Potential für Umwelt und Wirtschaft zu verhelfen, sollte ein Kerngedanke des programmatischen Ansatzes vorangebracht und der aufwändige Zusätzlichkeitsnachweis weiter vereinfacht bzw. durch alternative Nachweismöglichkeiten ergänzt werden.
Eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse der Befragung kann hier heruntergeladen werden.
Emissionshandel: Neuseeland handelt seit dem 01. Juli 2010
06. Juli 2010: Nach mehreren Verzögerungen gibt es nun seit dem 01. Juli 2010 ein Emissionshandelssystem (ETS) in Neuseeland. Bereits im November 2009 wurde ein derartiges System geplant, dann allerdings wegen der Wirtschaftskrise zuerst auf den 01. Januar 2010 verschoben und dann auf Juli 2010. Der Einführungspreis von 25 neuseeländischen Dollar, umgerechnet ungefähr 13,70€, liegt weit unter dem europäischen Kurs für Emissionszertifikate.
Kritik gab es an den Ausnahmeregelungen. So wurde die Landwirtschaft aufgrund der hohen Methanemissionen sogar für die nächsten 2 Jahre vom Emissionshandel befreit, obwohl dieser Bereich für rund 50 Prozent der neuseeländischen Emissionen verantwortlich ist. Des Weiteren müssen neuseeländische Unternehmen vorerst auch nur ein Zertifikat für zwei Tonnen CO2-Emissionen vorweisen.
Mehr Informationen dazu finden Sie auf der staatlichen Homepage des neuseeländischen ETS.
Emissionshandel: Deutschen Unternehmen fehlt ein „carbon management“
06. Juli 2010: Das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) ist das größte Handelsprogramm für Treibhausgasemissionen und deckt allein in Deutschland fast 50 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen und ca. 43 Prozent der europäischen Treibhausgasemissionen ab. Das EU-ETS ist das zentrale Instrument nicht nur der europäischen, sondern auch der deutschen Klimapolitik. Im Rahmen des KfW-CO2-Barometers wurden die vom Emissionshandel in Deutschland regulierten Unternehmen (ca. 1.700 Anlagen) seit 2009 jährlich zu ihren Aktivitäten und Strategien befragt.
Ergebnis ist, dass deutsche Unternehmen schlecht auf den Emissionshandel eingestellt sind. Laut der Studie haben sich weniger als 30 Prozent der Unternehmen mit den möglichen Kosten auseinandergesetzt oder ihre Unternehmensstrategien angepasst. Ein weiteres Drittel der Unternehmen hat bisher gar keine Ideen entwickelt, wie sie in ihren Produktionsabläufen Emissionen einsparen könnten.
Weiterhin haben die meisten Firmen laut der Umfrage für derartige Vorhaben nicht genügend eigene Informationen, da sie bislang kein sogenanntes "carbon management" eingeführt haben. Nur 50 Prozent der befragten Unternehmen haben den Zertifikatehandel bislang überhaupt nutzen müssen. Als Grund dafür geben die Unternehmen an, dass ihnen ausreichende Mengen an Zertifikaten kostenlos zugeteilt worden sind. Ab 2013 werden allerdings die Emissionszertifikate nicht mehr kostenlos verteilt, sondern versteigert.
Zunehmend wichtig wird für die Unternehmen jedoch offenbar die CO2-Vermeidung. So planen 57 Prozent der Firmen, von 2010 bis 2012 Emissionsminderungensmaßnahmen durchzuführen.
Mehr Informationen dazu, finden Sie in der KfW-Studie oder der offiziellen Pressemitteilung der KfW.
München: CDM wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen
23. Juni 2010: An dem Seminar in den Räumen der Bayerischen Börse nahmen als Referenten Dr. Marzena Chodor (Policy Officer bei der DG Climate Action der EU), Benedikt von Butler (Director of Sales, Environmental Products bei der Citigroup Global Markets Ltd.), sowie Dr. Roland Geres, Geschäftsführender Gesellschafter der FutureCamp Holding GmbH, teil. Die Diskussion befasste sich mit dem bisherigen Prozess der CDM- und JI-Projekte im Rahmen des EU-Emissionshandels, aber auch mit deren Zukunft.
Tobias Pantenburg, Leiter für Vertrieb und Marketing bei greenmarket, sagte dazu: „CDM-Projekte sind für greenmarket die Basis des CER-Handels. Die auf dem primären Markt generierten CO2-Zertifikate werden nicht nur aus compliance Gründen gekauft, sondern immer mehr an der Börse zu Finanzierungszwecken verwendet.“
Als ein Beispiel dafür erläuterte Herr Pantenburg, dass „man durch den Verkauf von CERs auf dem Spotmarkt und dem gleichzeitigen Kauf von CER Futures auf dem Terminmarkt seine Liquidität verbessern kann, ohne dabei ein spekulatives Risiko einzugehen.
Insbesondere die vielversprechende Perspektive über CERs aus LargeHydro-Projekten, die Frau Dr. Chodor vorstellte, erfreut uns bei greenmarket, weil wir die einzige Plattform sind, die den Handel dieser speziellen CER-Zertifikate anbieten.“
Warnung vor recycelten CER
19. März 2010: Die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt) weist in einem jüngsten Mailing mit Blick auf die Frist, bis zu dem dem die Betreiber ihrer Erfüllungspflicht im Rahmen des EU-Emissionshandels nachkommen müssen (30. April 2010) darauf hin, dass bei der Abgabe von zertifizierten Emissionsgutschriften aus Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern (sog. CER; § 6 Abs. 1c TEHG) bereits einmal abgegebene CER nicht ein zweites Mal zur Abgabe verwendet werden dürfen.
Zur Verhinderung der zweifachen Verwendung solcher in der Fachpresse auch "recycelte CER" und "sCER" ("s" für "surrendered" = abgegeben) genannter Zertifikate, hat die EU-Kommission eine zusätzliche Überprüfung in das Zentralregister der EU (CITL) aufgenommen.
Der weitere Wortlaut des DEHSt-Mailings lautet wie folgt: "Sollten recycelte CER noch einmal für die Abgabe vorgeschlagen werden, wird das CITL die Transaktion ablehnen. Auch wenn nur ein Teil der CER in diesem Sinne ungültig sind, wird die Transaktion insgesamt abgebrochen werden - die Abgabepflicht wäre damit nicht erfüllt."
Bezüglich dem weiteren Vorgehen rät die DEHSt den Unternehmen dazu, die Seriennummern der CER auf Ihrem Konto mit einer von der EU-Kommission veröffentlichten Liste von Seriennummern bereits abgegebener CER abzugleichen. Diese Liste finden Sie unter:
http://ec.europa.eu/environment/climat/emission/citl_en_phase_ii.htm (Link am Ende der Liste unter Miscellaneous: List of CERs that have been surrendered under EU ETS).
Die DEHSt rät dringend dazu, sich beim Kauf von CER , die Sie zur Erfüllung Ihrer Verpflichtung verwenden wollen, sich vom Verküfer garantieren zu lassen, dass diese CER nicht bereits einmal abgegeben wurden.
Technische Details zur Abgabe von CERs im Falle einer Transaktion, die recycelte CERs enthält sowie den Wortlaut des DEHSt-Mailings finden Sie unter:
http://www.dehst.de/cln_162/nn_1662430/SharedDocs/Mailings/2010/10-03-17__Recycelte__CER.html
Warnung vor erneuten Phishing E-Mails!
17. März 2010: Die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt) warnt vor erneuten "Phishing E-Mails". Nach Angaben der DEHSt kam es am 15. März 2010 zu neuerlichen Phishing-Attacken auf die Nutzer des Emissionshandelsregisters in Dänemark. Laut DEHSt gibt es derzeit noch keine Hinweise darauf, dass auch das Deutsche Emissionshandelsregister betroffen sein könnte.
Wir möchten Sie vorsorglich dennoch vor erneuten Phishing-Attacken warnen.
Sollten Sie bereits auf eine Phishing-Attacke reagiert haben und Ihre Daten auf einer fremden Internetseite hinterlegt haben, empfiehlt die DEHSt, sofort auf die Seite www.register.dehst.de zu gehen und ihren richtigen Nutzernamen sowie dreimal ein falsches Passwort einzugeben. Dadurch wird Ihr Zugang zum Register gesperrt. Die DEHSt wird Ihnen dann ein neues Passwort zuweisen.
Den Wortlaut der DEHSt-Warnung finden Sie hier.
Im Übrigen möchten wir Sie auf die Empfehlungen der DEHSt zur Kontensicherheit im Deutschen Emissionshandelsregister hinweisen.
Unternehmen: Warnung vor Ankauf von CERs aus Ungarn!
16. März 2010: Ungarn hat vor kurzem rd. 2 Mio. CERs, die von ungarischen Unternehmen, die dem Emissionshandel unterliegen, zur Abdeckung ihrer Emissionen an das nationale Register abgegeben worden sind, nach außerhalb Europas weiterverkauft. Dieser Verkauf ist nach den Bestimmungen des Kyoto-Protokolls grundsätzlich zulässig. Allerdings sind diese CERs im CITL der EU als bereits eingereicht gekennzeichnet und können daher innerhalb des euro-päischen Emissionshandels von Unternehmen nicht mehr zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen genutzt werden.
co2ncept plus empfiehlt seinen Mitgliedern, beim Ankauf von CERs auf die Seriennummern der Zertifikate zu achten.
Die EU-KOM hat eine Liste mit Seriennummern von derartigen, bereits „verbrauchten“ CERs veröffentlicht. Sie finden die Liste (Excel-Datei, Stand: 11. März 2010) hier. Bitte scrollen Sie bis nach ganz unten auf der Internetseite.
Die ECX in London hat angekündigt, derartige „verbrauchte“ CERs künftig vom Handel auszuschließen.
Empfehlungen zu Kontensicherheit im Deutschen Emissionshandelsregister
16. März 2010: Am 28. Januar 2010 hat eine europaweite Phishing-Attacke auf Anlagenbetreiber im EU-ETS und deren Kontozugangsdaten zu den jeweiligen nationalen Emissionshandelsregistern stattgefunden. co2ncept plus hat in seiner Rundmail vom 29. Januar 2010 hierüber informiert. Diese Attacke wurde mit einem gewissen Potenzial an krimineller Energie durchgeführt und hat einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. Für die Zukunft können ähnliche Aktivitäten nicht ausgeschlossen werden. Offenbar hat sich der Emissionshandel inzwischen zu einem attraktiven Ziel für derartige Aktivitäten entwickelt.
co2ncept plus möchte seine Mitgliedsunternehmen daher eindringlich auf die zusätzlichen Sicherheitsempfehlungen der DEHSt hinweisen. Diese waren auch Gegenstand eines Mailings der DEHSt vom 04. Februar 2010 und lauten wie folgt (Zitat DEHSt):
- "Richten Sie einen zusätzlichen Kontobevollmächtigten ein, dessen Bestätigung bei Transaktionen notwendig ist (Nutzerhandbuch, Kapitel 17)."
- "Lassen Sie sich per E-Mail benachrichtigen, wenn am Register eine Anmeldung mit Ihren Zugangsdaten erfolgt (Kapitel 26)."
- "Lassen Sie sich per E-Mail benachrichtigen, wenn eine Transaktion auf Ihren
Konten stattfindet (Kapitel 26)." - "Unterdrücken Sie die Anzeige persönlicher Daten im öffentlichen Teil
des Registers (Kapitel 29)." - "Kontrollieren Sie unter den Nutzereinstellungen Ihren letzten erfolgreichen
Login sowie den letzten erfolglosen Login (Kapitel 29)." - "Machen Sie sich mit der Aufgabe und der Funktionsweise des Sicherheits-
zertifikats vertraut (Kapitel 33)." - "Halten Sie Nutzernamen und Passwort geheim!"
Das Nutzerhandbuch des Deutschen Emissionshandelsregisters finden Sie hier.
Die DEHSt hat zudem auf Empfehlungen des BSI in der Informationstechnik hingewiesen. Danach empfiehlt das BSI im Nachgang zu Phishing-Angriffen, die betroffenen Rechner auf Schadsoftware zu überprüfen. Ein Grund hierfür ist, dass Phishing-Webseiten i.d.R. auf manipulierten Webservern liegen, die häufig auch für das Verteilen von Trojanern u. ä. verwendet werden. Es ist daher sinnvoll, jeden Rechner, von dem aus die Phishing-Seite angesurft wurde, zu überprüfen. Dies ist selbst dann angeraten, wenn keine Benutzerinformationen preisgegeben wurden, da häufig schon das bloße Ansurfen solcher Webseiten genügt, um den PC zu infizieren, Stichwort „Drive-by-download“.
Die Empfehlungen des BSI finden Sie hier.
Urteil des BVerwG zur Genehmigung von Monitoringkonzepten
18. Februar 2010: Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 18. Februar 2010 - 7 C 10.09 - entschieden, dass Monitoringkonzepte zur Überwachung von CO2 nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) einer Genehmigung durch die zuständige Landesbehörden bedürfen. Dieses Genehmigungserfordernis gilt auch für die vor dem 15. Juli 2004 genehmigten so genannten "Bestandsanlagen". Von der Entscheidung des BVerwG sind die betroffenen Länder aufgefordert, die vorgelegten Monitoringkonzepte für die Zuteilungsperiode 2008 - 2012 zu prüfen und die noch ausstehenden Enttscheidungen über dieses Konzepte nachzuholen. Weiter Informationen erhalten Sie in unserem Newsletter für Mitglieder. Der Entscheidungsversand des Urteils erfolgt vorraussichtlich gegen Ende April.
Warnung vor Pishing-Attacken
Die DEHSt warnt vor Pishing-Attacken. Aktuell ist eine Email im Umlauf, die dazu auffordert sich über einen beigefügten Link in ein Register anzumelden. Die Email enthält zusätzlich einen Hinweis auf Zusammenarbeit mit der EU-Kommission.
Die DEHSt rät zur Vorsicht und weist drauf hin, dass derartige mails weder von der DEHSt noch von der EU-Kommission stammen.
Sollten Sie bereits auf die Pishing-Attacke reagiert und ihre Daten auf der fremden Homepage hinterlegt haben, empfiehlt die DEHSt, sofort auf die Seite www.register.dehst.de zu gehen und Ihren richtigen Nutzernamen sowie dreimal ein falsches Passwort einzugeben. Dadurch wird der Zugang zum Register gesperrt. Die DEHSt wird Ihnen dann ein neues Passwort zusenden.
Weiter Informationen finden Sie auf den websiten der DEHSt.
EEX: Erste Termine für EUA-Versteigerung
11. Dezember 2009: Die Leipziger Strombörse EEX hat die ersten Termine zur Versteigerung der Gesamtmenge von 40 Mio. EUAs am Primärmarkt in Deutschland bekanntgegeben. Am 05. Januar 2010 soll erstmals eine von Januar bis Oktober wöchentlich (dienstags) stattfindende Auktion von 300.000 EUAs am Spotmarkt durchgeführt werden. Am 06. Januar 2010 soll schließlich erstmals eine von Januar bis Oktober wöchentlich (mittwochs) stattfindende Auktion von 570.000 EUAs am Terminmarkt im Mid-December Kontrakt des laufenden Jahres folgen. Die verbleibenden Mengen werden im November und Dezember in Spotkontrakten versteigert. Die Termine sind in einem Versteigerungskalender festgelegt, der zeitnah auf der Interseite der EEX veröffentlicht werden soll. Weitere Informationen finden Sie hier.
BVerwG: DEHSt muss emittierte Gesamtmengen an Kohlendioxid, Umfang der zugeteilten Emissionsberechtigungen sowie Anlagenkapazitäten offenlegen
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Neue CO2-Handelsplattform der Börse München
23. Oktober 2009: Am 02. Oktober 2009 hat die Handelsplattform „Greenmarket“ der Börse München zusammen mit der Deutschen Bank als Abwicklungspartner den Handel mit CO2-Emissionszertifikaten aufgenommen. Börsentäglich kann von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr ab einem Volumen von 500 Tonnen und im außerbörslichen/OTC-Handel ab einem Volumen von 1 Tonne gehandelt werden. Der Handel auf Greenmarket ist mit EUAs und CERs möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.
BVerwG: DEHSt muss emittierte Gesamtmengen an Kohlendioxid, Umfang der zugeteilten Emissionsberechtigungen sowie Anlagenkapazitäten offenlegen (Kopie 1)
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EU-ETS – Urteile des Europäischen Gerichtshofs zu Polen und Lettland
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Energiestrategien
Bayern: Neuauflage des Bayerischen Wind- und Solaratlas vorgestellt
31. August 2010: Seit dem 25. August 2010 können die Neuauflagen des Bayerischen Wind- und des Bayerischen Solaratlas im Internet abgerufen werden. Zentraler Bestandteil beider Atlasse ist das Kartenwerk. Im Solaratlas sind Monats- und Jahreskarten der Sonnenscheindauer und der Globalstrahlung enthalten. Der Kartenteil des Windatlas bildet für Bayern die mittleren jährlichen Windgeschwindigkeiten in zehn, 80 und 140 Meter Höhe ab. Diese Karten erlauben eine erste Abschätzung, ob sich ein Standort für den Bau einer Photovoltaik-Anlage zur solaren Stromerzeugung, einer thermischen Solaranlage für warmes Wasser und Heizwärme oder einer Windkraftanlage eignen könnte.
In Bayern decken erneuerbare Energien rund elf Prozent des Primärenergie-verbrauchs und etwa ein Viertel des Stromverbrauchs. Bei der solaren Stromerzeugung steht Bayern mit rund 40 Prozent der installierten Photovoltaik-Leistung im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders gut dar. Der solare Deckungsbeitrag zur Stromerzeugung ist bereits auf etwa fünf Prozent angewachsen. Der Ausbau der Windenergie fand hingegen hauptsächlich in Nord- und Mitteldeutschland statt.
Bayern verfügt in der Windbranche aber über eine bedeutende Zulieferindustrie für Windkraftanlagen. Mit knapp 400 Anlagen und rund 490 Megawatt installierter Leistung liefert die Windkraft in Bayern jedoch derzeit noch weniger als ein Prozent des verbrauchten Stroms. Der Bayerischen Wind- und der Bayerischen Solaratlas ist im Internet auf der Seite des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie abrufbar.
Energieeffizienz: Optimierte Pumpensysteme bringen große Energieeinsparung
18. August 2010: Unternehmen können durch die Modernisierung von Pumpensystemen große Einsparpotenziale erzielen und ihre Stromkosten deutlich senken. Welche Effizienzmaßnahmen bei der Optimierung von Pumpen zum Erfolg führen, zeigt jetzt eine Energieanalyse der dena für das Werk der Bayer Schering Pharma AG in Bergkamen.
Das Fazit der Untersuchung: bei Umsetzung der erarbeiteten Effizienzmaßnahmen kann der jährliche Stromverbrauch am Standort Bergkamen um insgesamt rund 1.000.000 kWh reduziert werden. Bayer Schering kann durch die Optimierung der installierten Pumpensysteme seine Stromkosten damit um 122.500 Euro pro Jahr senken. Erstellt wurde die Analyse im Rahmen des Projekts "Leuchttürme energieeffizienter Pumpensysteme in Industrie und Gewerbe" der dena.
Die Untersuchung konzentrierte sich auf die Analyse von Einsparpotenzialen bei der Kühlwasserversorgung auf dem Werksgelände. Wie das Ergebnis zeigt, sind bei einzelnen Systemkomponenten durch die Installation intelligenter Steuerungs- und Regelungsmechanismen Einsparungen von bis zu 50 Prozent beim Energieverbrauch möglich. Details zu dem erarbeiteten Maßnahmenpaket stehen unter www.industrie-energieeffizienz.de zum Download bereit.
Kartellamt soll schärfere Waffen im Kampf gegen Stromkonzerne erhalten
17. August 2010: Um gegen die Preistreiberei auf dem Strommarkt vorzugehen, soll eine sogenannte Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt eingerichtet werden. Diese neue Institution soll Insider-Geschäfte und Manipulationen auf dem Großhandelsmarkt für Strom und Gas aufdecken und so den Wettbewerb stärken.
Stellt die Markttransparenzstelle Rechtsverstöße etwa gegen das Kartell-, Finanzmarkt- oder Börsenrecht fest, sollen die zuständigen Fachbehörden die Verstöße konsequent verfolgen. Bei der europäischen Energiebörse EEX in Leipzig wäre dies zum Beispiel die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin.
In der Vergangenheit hatte es oft Kritik an der Preisgestaltung der großen Stromkonzerne gegeben. So war ihnen mehrfach vorgeworfen worden, die Preise an den Börsen mit ihrer Marktmacht gezielt zu beeinflussen.
BDEW-Bericht: Gas- und Stromverbrauch deutlich gestiegen
16. August 2010: Mit 274 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) lieferte die Energiewirtschaft im ersten Halbjahr dieses Jahres 4,6 Prozent mehr Strom an ihre Kunden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2009: 262 Mrd. kWh). Mit diesem Anstieg wird allerdings noch nicht das Niveau erreicht, das der Stromverbrauch vor Beginn der Wirtschaftskrise hatte. Der konjunkturelle Abschwung hatte sich ab dem dritten Quartal 2008 auf den Stromabsatz ausgewirkt. Der Erdgasverbrauch lag in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 532 Milliarden Kilowattstunden um 14 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2009 (466 Mrd. kWh).
Wichtigster Grund für den gestiegenen Energieabsatz ist nach Angaben des Branchenverbandes die positive Entwicklung der Industrieproduktion, die die Nachfrage nach Energie deutlich erhöhte. Sowohl bei Strom als auch bei Gas liegt der Anteil der Industrie am Gesamtverbrauch bei 40 bis 45 Prozent. Der Erdgas-Absatz nahm zusätzlich aufgrund des sehr kalten Winters deutlich zu. Der Einsatz von Erdgas in Kraftwerken ist nach ersten Schätzungen des BDEW gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent gestiegen.
USA: Milliarden Dollar für Solarbranche
06. Juli 2010: Umgerecht 1,16 Milliarden Euro gibt die US-Regierung zur Förderung riesiger Sonnenkraftwerke in Arizona, Colorado und Indiana aus. Das Geld kommt aus dem 860-Milliarden-Konjukturpaket, mit dem die US-Regierung in den nächsten Jahren nationale Öko-Projekte fördern und so Arbeitsplätze in den Industrien der Zukunft schaffen möchte.
Barack Obamas Regierung setzt sich deshalb für den Umbau der Wirtschaft hin zu sauberen Energien ein. Die Regierung hofft, so bis zu Hunderttausende von Arbeitsplätzen neu schaffen zu können. Die aktuell vergebenen Kredite sind für die Unternehmen Abengoa Solar und Abound Solar Manufacturing, die nach Angaben des Weißen Hauses insgesamt 5.000 neue Arbeitsplätze anbieten wollen.
Abengoa Solar will ab Herbst 2010 ein 280-Megawatt-Kraftwerk bauen, das auf der solarthermischen Parabolrinnentechnologie basiert, wie sie auch das Desertec-Konsortium in Nordafrika einsetzen will. Das Projekt "Solona" soll ab 2013 dann im Bundesstaat Arizona Strom für 70.000 US-Haushalte liefern. Abound Solar Manufacturing plant den Bau von zwei Produktionsstätten für Dünnschicht-Solarzellen in Colorado und Indiana.
Studie: Videokonferenzen sparen CO2 und Geld
21. Juni 2010: Die vom Carbon Disclosure Project in Auftrag gegebene Studie namens „The Telespace Revolution“ stellt fest, dass durch die Telekommunikation erhebliche Sparmöglichkeiten für Unternehmen entstehen. Vor allem große Unternehmen würden von den Möglichkeiten der modernen Technik profitieren.
Das in der Studie genannte Beispiel geht von einem Unternehmen mit einem Umsatz von einer Milliarde Dollar aus. Schon vier Telepräsenzräume würden sich nach 15 Monaten armortisisert haben. Außerdem würden 900 Geschäftsreisen eingespart werden und so innerhalb der ersten fünf Jahre schon 2,3 Mio. Tonnen CO2-Emissionen eingespart.
Positiver Nebeneffekt von Videokonferenzen ist, dass Entscheidungsprozesse schneller stattfinden und somit die Produktivität gesteigert werden kann. Laut der Studie bewerten Arbeitnehmer den Fakt positiv, weniger Dienstreisen machen zu müssen, wodurch sich eine bessere Work-Life-Balance einstellt.
Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von Unternehmen in den USA und Großbritannien durch das Forschungsinstitut Verdantix. Die vollständige Studie finden Sie hier.
Rekord beim Shell Eco-marathon - 4896 Kilometer mit einem Liter Kraftstoff
01. Juni 2010: Beim Shell Eco-marathon Europe, dem grössten europäischen Wettbewerb für nachhaltige Mobilität, schaffte es das diesjährige Siegerauto des französischen Teams "polyjoule" aus Nantes mit nur einem Liter Kraftstoff unvorstellbare 4896 Kilometer zurück zu legen (co2ncept plus berichtete im Newsletter VII/2010 vom 26. Mai 2010). Auf dem EuroSpeedway in der Lausitz (Brandenburg) schaffte das Team "polyjoule" zuerst einen neuen Rekord mit 4414 Kilometer, den es noch am gleichen Tag mit dem Siegerwert von 4896 Kilometern überbot.
Bestes deutsches Team wurden die Vertreter der Hochschule für Technik in Offenburg, die mit ihrem mit Wasserstoff betriebenen Auto 2795 Kilometer schafften und sich so den zweiten Platz sicherten. Auf Platz 3 war wieder ein deutsches Team, so dass von den insgesamt 24 deutschen Teams zwei am Ende auf dem Siegerpodest waren. Das Team "proTRon" der Fachhochschule Trier schaffte mit 2614 Kilometern den dritten Platz. Den Rekord in dieser Kategorie hält die ETH Zürich, die im Jahr 2005 mit einem Liter Kraftstoff 3896 Kilometer schaffte.
In der Kategorie Solarfahrzeuge schaffte die Iselin-Schule Rosenfeld mit 623 Kilometern den zweiten Platz. Die Hochschule Merseburg bekam für ihren futuristischen "Nios", der hauptsächlich aus Naturfasern gebaut ist, den DesignAward.
Der Grundgedanke des Shell Eco-marathons ist der Entwurf und die Konstruktion eines Fahrzeuges, dass mit einem Liter Kraftstoff die grösstmögliche Entfernung zurücklegt und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstösst.
Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.
BMW konzentriert sich auf Elektroantrieb
07. Dezember 2009: Wie das Handelsblatt berichtet, hat sich der Automobilhersteller BMW dazu entschieden, seine Entwicklungsarbeiten im Bereich der alternativen Antriebe künftig auf Elektromotoren zu konzentrieren. Die Entwicklung von Wasserstoffverbrennungsmotoren werde hingegen bis auf weiteres eingefroren, ebenso soll es vorerst keine neue Wasserstofftestflotte geben.
Grund für diese Entscheidung sei, dass BMW den Großeinsatz der Wasserstofftechnologie für nicht realisierbar hält und die Autohersteller immer höhere Klimaschutzleistungen aus immer geringeren Margen des laufenden Geschäfts finanzieren müssten. Daneben schreibt die EU vor, dass die Durchschnittsemissionen der Neuwagenflotten ab dem Jahr 2015 130 Gramm pro Kilometer und ab 2020 95 Gramm pro Kilometer betragen müssen.
BMW will bis 2014 unter der eigenen Marke eine Familie von Elektrokleinfahrzeugen auf den Markt bringen und bis 2020 die CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte unabhängig von politischen Vorgaben um 25 Prozent reduzieren. Den Artikel des Handelsblatt finden Sie hier.
Ramsauer fordert Investitionen in Elektrofahrzeuge
05. Dezember 2009: Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die deutsche Automobilindustrie dazu aufgerufen, verstärkt in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu investieren. Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität werden. Der Bundesverkehrsminister zeigte sich davon überzeugt, dass das Auto der Zukunft mit alternativen, energieeffizienten Antrieben, und dabei vor allem mit Elektromotoren fahren wird. Da der Großteil der in Deutschland produzierten Fahrzeuge exportiert wird, sei die Elektromobilität eine Schlüsseltechnologie für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Zusammen mit der Industrie werde die Bundesregierung 1,9 Mrd. Euro in die Automobil- und Zuliefererindustrie investieren, damit diese ihre Anstrengungen in Forschung- und Entwicklung weiter forcieren kann.
Gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft unterstützt die Bundesregierung die Marktvorbereitung von Elektromobilität mit zwei großen Programmen: mit dem im Sommer 2008 gestarteten Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) und dem Batterieprogramm "Elektromobilität in Modellregionen". Der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität sieht vor, dass bis 2020 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Elektromobilität: Frankreich startet durch
23. Oktober 2009: Einem Bericht von SPIEGEL ONLINE zufolge will die französische Regierung bis 2015 1,5 Mrd. € in die Infrastruktur und die Verbreitung von Elektrofahrzeugen investieren. Diese sollen wesentlich dazu beitragen, das französische Klima-Ziel einer Reduktion der CO2-Emissionen bis 2050 um 75 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen. Behörden, Kommunen und Staatskonzerne in Frankreich sollen bis 2015 ca. 100.000 Elektrofahrzeuge anschaffen, um so eine erste Nachfrage zu entfachen. Darüber hinaus sollen private PKW-Käufe mit einer „Super-Umweltprämie“ von 5000 € pro Fahrzeug angeregt werden, sofern diese weniger als 60 Gramm CO2 pro Kilometer aus-stoßen. Vor dem Hintergrund eines Anteils der Atomkraft von 80 Prozent am französischen Energiemix hat Frankreich das Ziel vor Augen, den CO2-Ausstoß von Elektrofahrzeugen insgesamt auf 20 Gramm pro Kilometer zu senken und in diesem Bereich zum weltweiten Marktführer aufzusteigen. Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit gewinnt trotz Wirtschaftskrise an Bedeutung
17. August 2010: Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist in der deutschen Wirtschaft fest verankert: Rund 62 Prozent der Unternehmen haben ihr Nachhaltigkeitsengagement trotz Krise nicht reduziert. In jedem dritten Unternehmen ist die Bedeutung sogar gestiegen. Dennoch gelingt es der Mehrzahl der befragten Unternehmen noch nicht, über ihre Nachhaltigkeitsstrategie auch Wettbewerbsvorteile am Markt zu realisieren. Die meisten Unternehmen lassen damit Chancen zur Positionierung am Markt und zum Wachstum ungenutzt. Konkret nutzen bislang weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen Nachhaltigkeit zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen.
Zu diesem Ergebnis kommt das "Corporate Sustainability Barometer", das vom Centre für Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellt wurde. An der Befragung, die im Zeitraum November 2009 bis Februar 2010 durchgeführt wurde, beteiligten sich 112 Unternehmen aller Branchen mit Sitz in Deutschland.
Auch wenn die Unternehmen das Marktpotenzial nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen nur selten ausschöpfen, engagieren sie sich in erster Linie bei Nachhaltigkeitsthemen, die einen unmittelbaren ökonomischen Nutzen erkennen lassen. So haben die Steigerung der Energieeffizienz, Abfall- und Abwassermanagement und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bei der Mehrzahl der Befragten höchste Priorität (siehe Abbildung: Relevante Nachhaltigkeitsthemen).
Die Studie "Corporate Sustainability Barometer - Wie nachhaltig agieren Unternehmen in Deutschland?" kann kostenfrei bestellt werden unter www.pwc.de/de/sustainability-barometer.
Nachhaltigkeit: Nachhaltigste Unternehmen Deutschlands gekürt
15. Juli 2010: In Berlin wurden Anfang Juli die nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands gekürt. Die Bio-Supermarktkette Alnatura, die Allgäuer Privatbrauerei Clemens Härle und der Fischhändler Deutsche See haben dabei die drei Bestplatzierungen erzielt. Rund 560 Firmen, deren Engagement weit über ein umweltfreundliches Sortiment hinausgeht, nahmen an dem Wettbewerb teil.
Wie das Jurymitglied, die Tageszeitung "Die Welt", berichtete, werden außerdem Preise für die nachhaltigste Zukunftsstrategie von Unternehmen, die sich darum bemühen, künftig nachhaltiger zu wirtschaften, vergeben. Die drei für den Preis nominierten Konzerne sind der Sportartikelhersteller Puma, der Lebensmittelkonzern Unilever und das Softwareunternehmen SAP. Die Preisverleihung findet am 26. November in Düsseldorf statt. Den Artikel finden Sie hier.







