co2ncept plus
Elektromobilität
co2ncept plus sieht im Ausbau der Elektromobilität einen Baustein zur Bewältigung des Klimawandels und aufgrund der technischen Kompetenz der deutschen Wirtschaft die Möglichkeit, die internationale Marktentwicklung mit zu bestimmen und dadurch im globalen Wettbewerb mit dieser Schlüsseltechnologie erfolgreich zu bestehen.
Unsere moderne Industriegesellschaft ist unverzichtbar auf eine hohe Mobilität angewiesen. Die langfristige Sicherung dieser Mobilität erfordert hoch effiziente Fahrzeuge, die auch mit alternativen Energien betrieben werden können. Elektrische Antriebe (Hybrid-, Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge) bieten Potentiale zur Reduzierung von CO2- und lokalen Schadstoffemissionen sowie zur Verringerung der Abhängigkeit von Ölimporten.
Elektrische Energie ist in der Gesamtbetrachtung der Effizienz des Energietransports - von der Herstellung über den Transport bis zum Rad - den fossilen Kraftsoffen überlegen. Zudem lässt sie weitreichende Freiheiten bei der Wahl der primären Energiequelle zu. Insbesondere durch die Nutzung regenerativer Energiequellen, wie z. B. Sonne und Wind, kann die Emission von Treibhausgasen durch den Straßenverkehr erheblich verringert werden.
Die Bundesregierung hat im Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP) vom 5. Dezember 2007 das Thema Elektromobilität verankert. Am 19. November 2008 hat die Bundesregierung den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ mit folgenden Schwerpunkten vorgestellt:
- Forschung und Entwicklung (Energiespeicher, Fahrzeugtechnik, Netzintegration)
- Verbesserung der Rahmenbedingungen (Kraftstoffstrategie der Bundesregierung, Nationale Nachhaltigkeitsstrategie, Nationales Innovationsprogramm „Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie“)
- Märkte (Marktvorbereitung, Markteinführung)
Der Nationale Entwicklungsplan betrachtet rein batteriegetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV) und begrenzt Elektromobilität auf den Straßenverkehr, konkret Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge. Schienenverkehr und Schifffahrt werden nicht erfasst.
Der Entwicklungsplan verfolgt verschiedene energie- und klimapolitische Zielsetzungen, u.a.
- Die Elektromobilität soll einen signifikanten Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten.
- Der Ausbau der Elektromobilität soll trotz steigendem Strombedarf CO2-neutral erfolgen.
- Deutschland soll zum Leitmarkt für Elektromobilität werden.
- Wirtschaft und Wissenschaft sollen im Bereich Forschung möglichst eng verzahnt werden.
- Bis 2020 sollen in Deutschland 1 Mio. Elektrofahrzeuge auf den Straßen fahren, bis 2030 werden 5 Mio. Elektrofahrzeuge als möglich erachtet.
- Bis 2050 soll der Verkehr in den Städten überwiegend ohne fossile Brennstoffe fahren.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter:
Rekord beim Shell Eco-marathon - 4896 Kilometer mit einem Liter Kraftstoff
01. Juni 2010 Beim Shell Eco-marathon Europe, dem grössten europäischen Wettbewerb für nachhaltige Mobilität, schaffte es das diesjährige Siegerauto des französischen Teams "polyjoule" aus Nantes mit nur einem Liter Kraftstoff unvorstellbare 4896 Kilometer zurück zu legen (co2ncept plus berichtete im Newsletter VII/2010 vom 26. Mai 2010). Auf dem EuroSpeedway in der Lausitz (Brandenburg) schaffte das Team "polyjoule" zuerst einen neuen Rekord mit 4414 Kilometer, den es noch am gleichen Tag mit dem Siegerwert von 4896 Kilometern überbot.
Bestes deutsches Team wurden die Vertreter der Hochschule für Technik in Offenburg, die mit ihrem mit Wasserstoff betriebenen Auto 2795 Kilometer schafften und sich so den zweiten Platz sicherten. Auf Platz 3 war wieder ein deutsches Team, so dass von den insgesamt 24 deutschen Teams zwei am Ende auf dem Siegerpodest waren. Das Team "proTRon" der Fachhochschule Trier schaffte mit 2614 Kilometern den dritten Platz. Den Rekord in dieser Kategorie hält die ETH Zürich, die im Jahr 2005 mit einem Liter Kraftstoff 3896 Kilometer schaffte.
In der Kategorie Solarfahrzeuge schaffte die Iselin-Schule Rosenfeld mit 623 Kilometern den zweiten Platz. Die Hochschule Merseburg bekam für ihren futuristischen "Nios", der hauptsächlich aus Naturfasern gebaut ist, den DesignAward.
Der Grundgedanke des Shell Eco-marathons ist der Entwurf und die Konstruktion eines Fahrzeuges, dass mit einem Liter Kraftstoff die grösstmögliche Entfernung zurücklegt und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstösst.
Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.
BMW konzentriert sich auf Elektroantrieb
07. Dezember 2009 Wie das Handelsblatt berichtet, hat sich der Automobilhersteller BMW dazu entschieden, seine Entwicklungsarbeiten im Bereich der alternativen Antriebe künftig auf Elektromotoren zu konzentrieren. Die Entwicklung von Wasserstoffverbrennungsmotoren werde hingegen bis auf weiteres eingefroren, ebenso soll es vorerst keine neue Wasserstofftestflotte geben.
Grund für diese Entscheidung sei, dass BMW den Großeinsatz der Wasserstofftechnologie für nicht realisierbar hält und die Autohersteller immer höhere Klimaschutzleistungen aus immer geringeren Margen des laufenden Geschäfts finanzieren müssten. Daneben schreibt die EU vor, dass die Durchschnittsemissionen der Neuwagenflotten ab dem Jahr 2015 130 Gramm pro Kilometer und ab 2020 95 Gramm pro Kilometer betragen müssen.
BMW will bis 2014 unter der eigenen Marke eine Familie von Elektrokleinfahrzeugen auf den Markt bringen und bis 2020 die CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte unabhängig von politischen Vorgaben um 25 Prozent reduzieren. Den Artikel des Handelsblatt finden Sie hier.
Ramsauer fordert Investitionen in Elektrofahrzeuge
05. Dezember 2009 Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die deutsche Automobilindustrie dazu aufgerufen, verstärkt in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu investieren. Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität werden. Der Bundesverkehrsminister zeigte sich davon überzeugt, dass das Auto der Zukunft mit alternativen, energieeffizienten Antrieben, und dabei vor allem mit Elektromotoren fahren wird. Da der Großteil der in Deutschland produzierten Fahrzeuge exportiert wird, sei die Elektromobilität eine Schlüsseltechnologie für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Zusammen mit der Industrie werde die Bundesregierung 1,9 Mrd. Euro in die Automobil- und Zuliefererindustrie investieren, damit diese ihre Anstrengungen in Forschung- und Entwicklung weiter forcieren kann.
Gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft unterstützt die Bundesregierung die Marktvorbereitung von Elektromobilität mit zwei großen Programmen: mit dem im Sommer 2008 gestarteten Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) und dem Batterieprogramm "Elektromobilität in Modellregionen". Der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität sieht vor, dass bis 2020 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Elektromobilität: Frankreich startet durch
23. Oktober 2009 Einem Bericht von SPIEGEL ONLINE zufolge will die französische Regierung bis 2015 1,5 Mrd. € in die Infrastruktur und die Verbreitung von Elektrofahrzeugen investieren. Diese sollen wesentlich dazu beitragen, das französische Klima-Ziel einer Reduktion der CO2-Emissionen bis 2050 um 75 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen. Behörden, Kommunen und Staatskonzerne in Frankreich sollen bis 2015 ca. 100.000 Elektrofahrzeuge anschaffen, um so eine erste Nachfrage zu entfachen. Darüber hinaus sollen private PKW-Käufe mit einer „Super-Umweltprämie“ von 5000 € pro Fahrzeug angeregt werden, sofern diese weniger als 60 Gramm CO2 pro Kilometer aus-stoßen. Vor dem Hintergrund eines Anteils der Atomkraft von 80 Prozent am französischen Energiemix hat Frankreich das Ziel vor Augen, den CO2-Ausstoß von Elektrofahrzeugen insgesamt auf 20 Gramm pro Kilometer zu senken und in diesem Bereich zum weltweiten Marktführer aufzusteigen. Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.