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Internationale Energiestrategien

co2ncept plus bringt sich in die nationale und internationale Klimapolitik einschließlich der untrennbar damit verbundenen Energiestrategien ein mit dem Ziel, die Reduktion von Treibhausgasen in einem wirtschaftsverträglichen Maß ohne Wettbewerbsverzerrungen welt-, europa- und deutschlandweit zu gestalten.

Die internationale Klimapolitik wird durch mehrere globale Trends herausgefordert, denen sie sich binnen kürzester Zeit mit langfristigen Strategien entgegenstellen muss, um wichtige Weichenstellungen nicht zu verpassen. Der massive weltweite demographische Wandel, die zunehmende Urbanisierung und der damit verbundene drastische Anstieg des globalen Energiebedarfs stellen Fragen bezüglich der Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit von Energie, dem Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie der Kapazitätsgrenze bestehender Infrastrukturen.

Gleichzeitig steht in den kommenden 20 Jahren die Erneuerung des Großteils der weltweiten Energie-Infrastruktur an. Dies impliziert aufgrund der langen Abschreibungsdauer von Kraftwerken, dass in Kürze über Investitionen mit einem langfristigen Zeithorizont entschieden werden muss. Doch dazu sind auch klare politische Signale und Rahmenbedingungen nötig. Fallen die Investitionsentscheidungen aufgrund falsch gesetzter Anreize z. B. zugunsten eines Ausbaus der Energiebereitstellung durch CO2-intensive Kohlekraft aus, sind die damit beschrittenen Emissionspfade in Zukunft nur mit hohen volkswirtschaftlichen Kosten wieder zu verlassen.

Die internationale Staatengemeinschaft muss sich darüber im Klaren sein, dass wegweisende Entscheidungen über die Art und Weise, wie wir Energie bereitstellen und nutzen, nicht länger aufgeschoben werden können und die betreffende Infrastruktur in Kürze langfristig festgelegt wird. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der internationalen Klimaforschung erhöhen den Handlungsdruck, da feststeht, dass gefährlicher Klimawandel nur vermieden werden kann, wenn die globalen Emissionen bis 2050 um 50 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden.

Erreicht werden diese klimapolitischen Ziele jedoch nur, wenn die globale Einsicht herrscht, dass die Atmosphäre nicht weiterhin kostenlos genutzt werden kann. Die Anwendung erneuerbarer Energien und innovativer CO2-armer Technologien wird erst ins betriebswirtschaftliche Kalkül der Unternehmen gezogen werden, wenn es etwas kostet Treibhausgasemissionen auszustoßen. Deshalb ist die Schaffung eines weltweiten Kohlenstoffmarktes zu forcieren, der dauerhaft für Anreize sorgt, Wirtschaftswachstum von Emissionen zu entkoppeln.