co2ncept plus
Fakten
Für das Verständnis von Klimaschutzmaßnahmen auf politischer als auch auf betrieblicher Ebene ist es unverzichtbar, sich mit den bekannten Fakten des vom Menschen verursachten Klimawandels auseinander zu setzen. Deshalb möchte co2ncept plus Ihnen zunächst einen Überblick über die wissenschaftlichen Grundlagen des natürlichen sowie des anthropogenen Treibhauseffekts verschaffen.
Ebenso möchten wir Ihnen einen Einblick in die bereits festgestellten als auch vorhergesagten Änderungen im Weltklimasystem geben. Ausgehend davon wird der klimapolitische Handlungsdruck skizziert, der sich aus der weltweiten Energieinfrastruktur und dem globalen Verlauf der Treibhausgasemissionen ergibt.
An dieser Stelle muss bereits deutlich gesagt werden: Der weltweite Klimawandel ist nicht länger zu leugnen! Der Zusammenhang zwischen anthropogenem Treibhauseffekt und globaler Erwärmung gilt in der internationalen Klimaforschung mittlerweile als erwiesen. Nähere Informationen hierzu finden Sie im Beitrag der Arbeitsgruppe I zum 4. Sachstandsbericht des IPCC (.pdf).
Forscher: Klimawandel vollzieht sich viel schneller als bisher angenommen
30. November 2009 Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen haben führende Klimaforscher in der so genannten „Copenhagen Diagnosis“ darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Klima deutlich schneller ändert und wesentlich empfindlicher reagiert als bisher angenommen. Belegt wird diese Entwicklung mit einer Reihe neuester Ergebnisse der internationalen Klimaforschung, die im jüngsten Sachstandsbericht des Weltklimarates von 2007 noch nicht enthalten waren. So könnte es ohne spürbare Einschnitte bei den globalen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2100 zu einem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur um bis zu sieben Grad kommen. Die 26 Klimaforscher, darunter Mitautoren früherer Weltklimaberichte, folgern daraus, dass sich das Zeitfenster für Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels durch die jüngsten Erkenntnisse deutlich verkleinert hat. Demzufolge muss der Gipfel der globalen THG-Emissionen bereits in fünf bis zehn Jahren erreicht werden und danach schnell abnehmen, um gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.
Aktuelle Zahlen: Wer emittiert am meisten?
Anfang September 2009 hat die International Energy Agency die aktuell verfügbarsten Zahlen (2007) zum globalen CO2-Ausstoß (Energiebereich) veröffentlicht. Danach wurden 2007 weltweit rd. 29 Mrd. Tonnen CO2 ausgestoßen. Davon entfielen rd. 16 Mrd. Tonnen CO2 auf die weltweit fünf größten Emittenten China (6,028 Mrd. Tonnen), USA (5,769 Mrd. Tonnen), Russland (1,587 Mrd. Tonnen), Indien (1,324 Mrd. Tonnen) und Japan (1,236 Mrd. Tonnen).
Bei Betrachtung der pro-Kopf-Emissionen CO2 liegt die USA (19,10 Tonnen), vor Russland (11,21 Tonnen), Japan (9,18 Tonnen), China (4,58 Tonnen) und Indien (1,18 Tonnen). Bei dieser Betrachtung ist Qatar weltweit größter Emittent mit 58,01 Tonnen pro Kopf bei einem CO2-Ausstoß von 48 Mio. Tonnen insgesamt.
Deutschland emittierte danach 798,44 Mio. Tonnen CO2 bei einem pro-Kopf-Ausstoß von 9,71 Tonnen.
Der vollständige Bericht "Key World Energy Statistics 2009" (.pdf) steht Ihnen hier zur Verfügung.
