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Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll (KP) ist ein internationales Abkommen der UN-Organisation UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change), welches auf der dritten internationalen Klimakonferenz (COP 3) in der japanischen Präfekturhauptstadt Kyoto verhandelt und am 11. Dezember 1997 verabschiedet wurde.

Das 2012 auslaufende Abkommen schreibt erstmals konkrete Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen vor, welche als Hauptursache für die globale Erwärmung angesehen werden.

Die in Annex B des Protokolls aufgeführten Industriestaaten sind die Verpflichtung eingegangen, ihren Ausstoß an den in Annex A des Protokolls aufgelisteten Treibhausgasen Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffdioxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF6)) zwischen 2008 und 2012 um insgesamt 5,17 Prozent zu senken.

Als Basisjahr für die Emissionsreduktionsraten der drei erstgenannten Gase gilt 1990 für die übrigen das Jahr 1995. Der 5-Jahres-Zeitraum von 2008-2012 wurde statt eines einzelnen Stichjahres gewählt, um die Wirkung von außergewöhnlichen Ereignissen und Einflüssen (z.B. Witterung) zu reduzieren.

Die Reduktionsziele beziehen sich somit auf den Durchschnitt der Emissionen aller sechs Treibhausgase in der ersten Budgetperiode 2008-2012. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Reduktionsziele der einzelnen Länder aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten sehr unterschiedlich aus, wie der Tabelle entnommen werden kann.

 

StaatZiel (in %)Anteil am CO2-Ausstoß (in %)
EU 15*-8.024,2
Neue EU-Mitgliedstaaten und Kandidaten-8.008,0
Russland 0.017,4
Schweiz-8.000,3
Japan-6.008,5
Kanada-6.003,3
USA-7.036,1
Australien+8.002,1

Übersicht über die anteilige Beteiligung der einzelnen Länder bzw. Länderverbände am Gesamt-CO2-Ausstoß sowie über die im KP vereinbarten Reduktionsverpflichtungen; * EU 15 bezieht sich auf alle 15 Mitgliedsstaaten der EU, die das Effort Sharing im KP vereinbart haben. (Stand 1997: Unterzeichnung Kyoto-Protokoll)

 

Neben der zeitlichen Fixierung zur Erfüllung der genannten Reduktionsverpflichtungen sieht das Kyoto-Protokoll die Möglichkeit eines Effort Sharing vor.

Um die vorgesehenen Reduktionsziele zu erreichen, beinhaltet das Kyoto-Protokoll drei Instrumente, die als flexible Mechanismen bezeichnet werden: internationaler Emissionshandel, Joint Implementation und Clean Development Mechanism.

Hier können Sie die deutsche bzw. englische Version des Kyoto-Protokolls herunterladen:

  • Kyoto-Protokoll deutsche Version (.pdf)
  • Kyoto-Protokoll engl. Version (.pdf)

Weitere Gesetzestexte zu den Themen Klimapolitik, Klimastrategien, Emissionshandel und Energiepolitik finden Sie unter Gesetzgebung.