co2ncept plus
Ratifizierung des Kyoto-Protokolls
Das Kyoto-Protokoll sollte, sobald mindestens 55 Staaten, die zusammengerechnet mehr als 55 Prozent der CO2-Emissionen des Jahres 1990 verursachten, das Abkommen ratifiziert haben (Art. 25), in Kraft treten.
Die erste Bedingung wurde mit der Ratifikation Islands am 23. Mai 2002 erreicht. Mit der Unterzeichnung von Russland unter Präsident Putin am 05. November 2004 wurde auch die zweite Bedingung erfüllt. Am 16. Februar 2005, 90 Tage nach der Ratifikation durch das russische Parlament, trat das Kyoto-Protokoll in Kraft. Damals hatten 136 Staaten, die zusammen 85 Prozent der Weltbevölkerung und einen CO2-Ausstoß von über 60 Prozent bezogen auf 1990 abdeckten, das Protokoll unterzeichnet. Die USA und Australien hatten das Protokoll zwar zunächst unterzeichnet, jedoch nicht ratifiziert, wodurch die Ratifizierung Russlands für die Erfüllung der zweiten Bedingung und infolgedessen für das Inkrafttreten dringend nötig wurde.
Knapp 10 Jahre nach der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls ratifizierte der neu gewählte australische Regierungschef Kevin Rudd als eine seiner ersten Amtshandlungen am 03. Dezember 2007 das Protokoll. Zum jetzigen Zeitpunkt haben 184 Staaten das Kyoto-Protokoll ratifiziert bzw. ihm formell zugestimmt. Eine Liste aller Vertragsparteien kann den Internetseiten der UNFCCC entnommen werden.