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Deutschland
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Vorreiter in der Klimaschutzpolitik auf internationaler und nationaler Ebene:
Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Kyoto-Protokolls
Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zusammen mit 14 weiteren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Rahmen des am 11. Dezember 1997 beschlossenen Kyoto-Protokolls verpflichtet, im Zeitraum 2008 bis 2012 ihre Emissionen an klimaschädlichen Gasen um insgesamt 8 Prozent im Vergleich zu 1990 zu vermindern. Dieses gemeinsame Gruppenziel bedeutet nach Umrechnung auf die Mitgliedstaaten für die Bundesrepublik eine Reduktion um insgesamt 21 Prozent.
Freiwillige Selbstverpflichtung der Europäischen Union
Die Europäische Union (27 Mitglieder) selbst ist keine Reduktionsverpflichtung im Rahmen des Kyoto-Protokolls eingegangen. Sie hat sich jedoch am 9. März 2007 freiwillig dazu verpflichtet, die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber 1990 um mindestens 20 Prozent zu reduzieren, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu steigern und den Anteil am Energieverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen.
Deutschland - Klimaprogramme
Deutschland ist – wie alle anderen Staaten der Welt auch – der globalen Klimaveränderung ausgesetzt und muss sich auf den bevorstehenden Klimawandel einstellen.
Selbst wenn das ambitionierte Ziel erreicht werden kann, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als 2° C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, werden Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland die Folgen des Klimawandels spüren.
Die Klimapolitik der Bundesregierung baut auf zwei Säulen auf:
- Vermeidung von Treibhausgasen (Europäischer Emissionshandel)
- Anpassung an die Folgen des Klimawandels
Die Bundesrepublik Deutschland nimmt am Europäischen Emissionshandel teil und hat in diesem Rahmen auch Initiativen für Emissionsminderungsprojekte initiiert.
Die Bundesregierung hat zur Erreichung der Klimaschutzziele bzw. der eingegangenen Verpflichtungen folgende Programme beschlossen:
Integriertes Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat zur Realisierung der europäischen Klimaschutzziele am 24. August 2007 ein umfassendes Integriertes Energie- und Klimaprogramm beschlossen. Darin erklärt sie sich bereit, bis zum Jahr 2020 den Ausstoß von Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 40 Prozent zu reduzieren, wenn die Europäische Union ihre Emissionen im selben Zeitraum um 30 Prozent vermindert. Die Bundesregierung ist zuversichtlich, dieses Ziel erreichen zu können. Darüber hinaus soll die Energieproduktivität in Deutschland bis 2020 verdoppelt und die Erneuerbaren Energien in allen Sektoren spürbar ausgebaut werden. Konkret enthält das Programm 29 Maßnahmen zur Energie- und Klimapolitik.
Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel
Die Bundesregierung hat am 17. Dezember 2008 die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel beschlossen. Die Strategie verfolgt das Ziel, eine erfolgreiche Anpassung unserer Gesellschaft an die unvermeidbaren Auswirkungen des globalen Klimawandels zu gewährleisten. Die Strategie zählt 14 Lebens-, Umwelt- und Wirtschaftsbereiche auf. Die Bundesregierung möchte gemeinsam mit den Bundesländern und allen gesellschaftlichen Akteuren bis Ende März 2011 einen „Aktionsplan Anpassung“ mit Handlungsoptionen erarbeiten.
Die Zuständigkeit für Emissionshandel und Klimawandel ist innerhalb der Bundesregierung beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorschutz angesiedelt.
co2ncept plus pflegt engen Kontakt zum Bundesumweltministerium.
Publikationen zu anderen Themen aus den Bereichen: Klimapolitik, Klimastrategien, Emissionshandel und Energiepolitik finden Sie hier: Publikationen
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