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2010 - Anstieg der deutschen THG-Emissionen
14. Januar 2011: Erste Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft „Energiebilanzen“ ergaben, dass die deutschen Treibhausgasemissionen 2010 um ca. vier Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind. Insbesondere der strenge Winter zu Beginn und Ende des Jahres als auch der wirtschaftliche Aufschwung seien hierfür verantwortlich.
Nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft lagen die Durchschnittstemperaturen 2010 um ca. 15 Prozent unter denen von 2009. Dies führte zu einem erhöhten Heiz-wärmebedarf und einem gesteigerten Primärenergieverbrauch von ca. vier Prozent. Grundsätzlich liegen die deutschen Treibhausgasemissionen in 2010 jedoch unter de-nen von 2008, dem Jahr vor der Wirtschaftskrise. Experten sehen trotz der gestiege-nen Werte keine Gefahr, dass die deutschen Kyoto-Ziele nicht eingehalten werden können. Deutschland hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls dazu verpflichtet, im Durchschnitt der Jahre 2008-2012 die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 21 Prozent zu senken. Bereits Ende 2009 lag Deutschland um 25 Prozent unter dem Schwellenwert von 1990.
Die genauen Emissionswerte für 2010 werden voraussichtlich erst im Frühjahr durch das Umweltbundesamt vorgelegt.
Im Rahmen der Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft konnte ferner ermittelt wer-den, dass sich der vermehrte Einsatz Erneuerbarer Energien positiv auf die deutsche Klimabilanz auswirkt. 2010 sei der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Pri-märenergieverbrauch um 0,3 Prozent gestiegen. Die Stromerzeugung aus Wasser-kraft nahm um zwei Prozent und die Photovoltaik um 80 Prozent zu. Biogas und Bio-kraftstoff konnten um 15 bzw. vier Prozent zulegen. Im Gegenzug sank der Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung um drei Prozent.
ifo-Gutachten: Fördersperre für erneuerbare Wärme kostet Bund 280 Mio. Euro
21. Juni 2010 In dem Gutachten wurde untersucht, welche steuerlichen Folgewirkungen der Förderstopp für erneuerbare Energien im Wärmemarkt haben wird. Ergebnis ist, dass selbst bei vorsichtigen Annahmen die Steuereinnahmen höher gewesen wären als die Förderausgaben.
Wenn nur die Hälfte der beabsichtigten Investitionsvorhaben aufgegeben worden wären und nicht gleich der seit April 2010 gültige Förderstopp für alle Vorhaben gelten würde, hätte man mit 151 Millionen Steuereinnahmen rechnen können.
Dazu kommt noch, dass Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitsmarktsentlastungen ausbleiben, so dass das Institut davon ausgeht, dass man mit den im Förderprogramm vorgesehenen 115 Mio. Euro einen positiven Effekt von 280 Mio. Euro hätte erzielen können.
Der Hauptgeschäftsführer des Bundesindustrieverband Deutschland der Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), Andreas Lücke, fordert deshalb die sofortige Entsperrung der Mittel und sieht sich in der Annahme bestätigt, dass Marktanreizprogramme für erneuerbare Energien finanzpolitische Selbstläufer sind.
Das Kurzgutachten finden Sie auf dieser Website und die Hintergrundinformation finden Sie hier.