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Klimaneutralität

Die Klimastrategie „Klimaneutralität“ bietet Unternehmen die Möglichkeit, betriebsbedingte Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen, die nicht vermieden oder reduziert werden können, durch freiwillige Investitionen in externe Klimaschutzmaßnahmen zu kompensieren.

co2ncept plus hat ein kompetentes Netzwerk aufgebaut, das Unternehmen und Privatpersonen zur Verfügung steht, die klimaschädliche Emissionen kompensieren wollen. Der Erwerb von Zertifikaten aus Emissionsminderungsprojekten hilft, Klimaschutzprojekte überall in der Welt zu realisieren.

Durch den Transfer von Klimaschutztechnologie in das Europäische / Nichteuropäische Ausland profitieren:

  • das Klima
  • die Gesellschaft, die Unternehmen und die Bevölkerung in den Transfer- / Empfängerländern
  • Unternehmen in Deutschland, die  Klimaschutztechnologien anbieten und neue Märkte erschließen wollen
  • Unternehmen, die durch den Erwerb von Zertifikaten aus Emissionsminderungsprojekten nicht vermeidbare Emissionen kompensieren können

Kompensation

Hinter dem Begriff „Kompensation“ steht die Idee, die Emissionen von Produkten und Dienstleistungen durch eine Einsparung der gleichen Emissionsmenge an anderer Stelle auszugleichen. Die Möglichkeiten der Kompensation sind heute vielfältig. Beispielhaft sei hier nur auf die Angebote zum „klimaneutralen Reisen“ mit dem Flugzeug oder dem Auto verwiesen.

Die Realisierung der Kompensation erfolgt häufig über Emissionsminderungsprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, ist aber auch durch Emissionsminderungsprojekte in Industriestaaten möglich. Das Unternehmen kompensiert dadurch eigene, nicht vermeidbare betriebliche Emissionen und generiert darüber hinaus  Emissionsminderungszertifikate, die im Handel veräußert werden können und deren Verkaufserlöse dem Unternehmen zufließen. .

Mit Projekten im Rahmen von Clean Development Mechanismen (CDM) in Entwicklungs- und Schwellenländern werden sog. „Emission Reduction Units“ (ERU) generiert. Im Rahmen von Joint Implementation (JI) – Projekten in Industriestaaten werden sog. „Certified Emission Reductions (CER) erzeugt. Die Zertifikate können von den Unternehmen zur Erfüllung ihrer Reduktionsverpflichtungen verwendet oder im EU-Emissionshandel verkauft werden.

Weitere Informationen zu den beiden Projektarten CDM und JI finden Sie im Bereich Emissionshandel

In Ländern, die das Kyoto-Protokoll (noch) nicht ratifiziert haben bzw. in Sektoren, die das Kyoto-Protokoll nicht erfasst, können ebenfalls Emissionsminderungsprojekte durchgeführt und Zertifikate erzeugt werden. Diese Gutschriften werden als Verified Emission Reductions (VER) bezeichnet. Sie können ebenfalls gehandelt werden, aber nicht im EU-Emissionshandel. Sie können von Unternehmen auch nicht zur Erfüllung ihrer Reduktionsverpflichtungen eingesetzt werden. Sie dienen der freiwilligen Klimaneutralstellung betriebsbedingter Emissionen oder auch Marketingzwecken.

Vorgehensweise zur Erreichung von Klimaneutralität

Die Vorgehensweise für Unternehmen, die für sich „Klimaneutralität“ anstreben, kann wie folgt vorgestellt werden:

  1. Welche Produkte, Dienstleistungen oder sonstigen Geschäftstätigkeiten sollen klimaneutral gestellt werden?
  2. Ermittlung der Emissionsmengen für die ausgewählten Bereiche
  3. Durchführung von betrieblichen Emissionsvermeidungsmaßnahmen
  4. Kompensation der unvermeidbaren Emissionen durch Erwerb oder Generierung von Zertifikaten aus Emissionsminderungsprojekten
  5. Kommunikation der Klimaschutzmaßnahmen gegenüber den eigenen Kunden und der Öffentlichkeit allgemein

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat 2007 einen „Wegweiser zur Klimaneutralität. Klimabewusstes Handeln im Unternehmen“ herausgegeben. (Wegweiser zur Klimaneutralität:Klimabewußtes Handeln im Unternehmen (.pdf).